26. August 2026
Google lässt die Grenzen zwischen lokaler Suche und Social-Content weiter verschwimmen. Unternehmen können unterstützte Social-Profil-Links zu ihrem Google Unternehmensprofil hinzufügen, und Google zeigt möglicherweise bestimmte Beiträge aus diesen verknüpften Social-Profilen direkt innerhalb des Unternehmensprofils an. Google bestätigt dies in der Hilfedokumentation für Unternehmensprofile.
Zu den derzeit unterstützten sozialen Netzwerken gehören Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest, TikTok, X und YouTube. Google weist zudem darauf hin, dass Social-Media-Links nur in ausgewählten Regionen verfügbar sind und dass Beiträge aus verknüpften Social-Profilen möglicherweise nur in ausgewählten Regionen und Sprachen erscheinen sowie nicht für alle Nutzer verfügbar sind. Siehe Googles Richtlinien zur Verwaltung von Social-Media-Links.
So funktiniert es
Marken können unterstützte Social-Profil-URLs mit einem Google Unternehmensprofil verknüpfen. Sobald diese verknüpft sind, bestimmt Google, welcher Social-Content angezeigt werden kann. Unternehmen können sicherstellen, dass jedem Standort die korrekten Social-URLs zugeordnet sind, haben jedoch keine genaue Kontrolle darüber, welche Social-Posts, Bilder oder Videos Google anzeigt, wie dieser Content zugeschnitten oder präsentiert wird oder in welcher Reihenfolge und Häufigkeit er erscheint. Google gibt zudem an, dass einige Social-Links automatisch hinzugefügt werden können, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Google Unternehmensprofil-Hilfe: Verwalten Sie Ihre Social-Media-Links
Dieser Social-Content sollte nicht mit standardmäßigen Google-Beiträgen verwechselt werden. Google-Beiträge sind Inhalte, die Unternehmen direkt über das Google Unternehmensprofil veröffentlichen, während Social-Content aus verknüpften Social-Kanälen bezogen werden kann. Googles Beitragsdokumentation erklärt, wo Beiträge von Unternehmensprofilen erscheinen können.
Warum das wichtigist
Der Kontext von Social-Content ändert sich, wenn er innerhalb einer lokalen Suchreise (Search Journey) erscheint. Auf Social-Plattformen ist Content oft darauf ausgelegt, das Scrollen zu unterbrechen und Aufmerksamkeit zu erlangen. Auf einem Google Unternehmensprofil hat der Verbraucher in der Regel bereits nach einer Marke, einem Produkt, einer Dienstleistung oder einem Standort gesucht. Das bedeutet, dass sich die Aufgabe des Contents von reinem Engagement hin dazu verlagern kann, jemandem bei der Entscheidung über den nächsten Schritt zu helfen.
Für lokale Marken und Unternehmen mit mehreren Standorten schafft dies einen praktischen Anlass, organischen Social-Content unter dem Gesichtspunkt der Conversion zu überprüfen. Content, der auf einem Unternehmensprofil angezeigt werden kann, kann dabei helfen, Fragen mit hoher Kaufabsicht (High-Intent) zu beantworten – beispielsweise, was einen Standort zur richtigen Wahl macht, welche Produkte oder Dienstleistungen verfügbar sind, welche Angebote aktuell laufen und was einen Kunden von der Überlegung zu einem Besuch, Anruf, einer Buchung oder einem Kauf bewegen sollte.
Hinweis zur Verfügbarkeit: Laut Google sind Social-Profil-Links und angezeigter Social-Content nur in ausgewählten Regionen und Sprachen verfügbar, sodass das Nutzererlebnis je nach Markt, Profil und Nutzer variieren kann.
Kyles Einschätzung
Der interessante Aspekt hierbei ist nicht bloß, dass Social-Links in einem Unternehmensprofil platziert werden können. Es ist vielmehr die Tatsache, dass Google Social-Content innerhalb eines lokalen Suchumfelds mit hoher Kaufabsicht (High-Intent) ausspielen kann. Das verändert meine Sichtweise auf die Rolle von organischem Social. Auf Instagram oder TikTok muss Content sich die Aufmerksamkeit oft erst erarbeiten. Auf einem Unternehmensprofil hat der Verbraucher bereits nach der Marke, der Dienstleistung, dem Produkt oder dem Standort gesucht. Wir haben seine Aufmerksamkeit bereits. Daher würde ich Social-Media-Teams eine andere Frage stellen: Wenn dieser Beitrag erscheinen würde, während jemand entscheidet, ob er den Standort besucht, anruft, bucht oder kauft – würde er ihm bei dieser Entscheidung helfen? Dies ist ein sich noch entwickelnder Bereich, und Marken sollten testen, anstatt vorauszusetzen, dass jedes Social-Profil verknüpft bleiben sollte. Die übergeordnete Chance ist jedoch eindeutig: Local und Social wachsen enger zusammen, und Marken müssen das Content-Ökosystem rund um jeden einzelnen Standort ganzheitlicher betrachten.
Was sollten Unternehmen machen?
- Verknüpfte Social-Profile prüfen. Stellen Sie sicher, dass jedem Standort die korrekten, unterstützten Social-URLs zugeordnet sind.
- Überprüfen, was Google anzeigt. Betrachten Sie die Live-Ansicht des Unternehmensprofils, anstatt davon auszugehen, dass die verknüpften Inhalte wie erwartet präsentiert werden.
- Intern Erwartungen steuern. Marken können die Social-Profil-Links verwalten, aber Google steuert, welcher Social-Content erscheint und wie er präsentiert wird.
- In Conversions denken, nicht nur in Engagement.Erstellen Sie Social-Content, der auch dann sinnvoll ist, wenn er von jemandem gesehen wird, der bereits einen Besuch, eine Buchung, einen Anruf oder einen Kauf in Betracht zieht.
- Nach Markt testen und lernen. Die Verfügbarkeit variiert je nach Region und Sprache; Marken sollten die Funktion daher in den Märkten und an den Standorten validieren, an denen sie tätig sind.
Fazit
Das Google Unternehmensprofil entwickelt sich zu einem Ort, an dem lokale Informationen, Social-Content und Customer Journeys mit hoher Kaufabsicht zunehmend ineinandergreifen. Für Marken besteht die Chance darin, sicherzustellen, dass verknüpfte Social-Profile korrekt sind, zu prüfen, was Kunden tatsächlich sehen, und neu zu bewerten, ob organischer Social-Content von Nutzen ist, wenn er im Kontext lokaler Entscheidungsfindung erscheint.
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