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Mensch oder KI: Wer produziert die besten Personas?

Mensch oder KI: Wer produziert die besten Personas?

Donnerstag, August 24, 2023
Beryl Grannec

Bei der Erstellung von Personas werden in der Regel Daten über synchronisierte Datenservices, kundenspezifische Umfragen, qualitative Interviews und andere Marktforschungsmethoden gesammelt. Diese Methoden liefern zwar wertvolle Erkenntnisse, können aber durch relativ kleine Stichprobengrößen, zeitliche Beschränkungen und die damit verbundenen Kosten eingeschränkt sein. Der Grad der Genauigkeit ist bei B2B-Zielgruppen weitaus geringer, da es hier sehr viel schwieriger ist, sowohl umfangreiche als auch tiefgehende Daten zu erhalten.

Theoretisch sollten generative KI-gestützte Personas genauso präzise oder noch präziser sein als solche, die von Menschen erstellt wurden. Mit dem Vormarsch der generativen KI haben B2B-Unternehmen nun Zugang zu riesigen Datenmengen aus verschiedenen Quellen, darunter soziale Medien, Website-Analysen, Kundenfeedback und mehr. Angesichts dieser großen Datenmengen sind wir zuversichtlich, neue Möglichkeiten für die Persona-Entwicklung zu entdecken.

Unser Experiment zum Vergleich zwischen von einem Menschen und einer künstlichen Intelligenz erstellten Personas

Anfang dieses Jahres wurde DAC damit beauftragt, eine spezifische Persona „Entscheidungsträger auf der Suche nach IT-Lösungen“ sowohl für den öffentlichen als auch für den privaten Sektor zu entwickeln. In Anbetracht der Tatsache, dass herkömmliche Tools nur über begrenzte B2B-Funktionen verfügen und in der Regel kundenspezifische Marktforschung erfordern, um robuste Datensätze für B2B-Personas zu erstellen, dachten wir, dass dies eine einmalige Gelegenheit wäre, um zu sehen, ob generative KI bessere Personas erstellen könnte, um wertvolle, umsetzbare B2B-Einsichten zu gewinnen.

Kann die generative KI die Rettung sein? Ist sie ein Ritter in glänzender Rüstung? Kann sie ein Lebensretter sein? Wir wollten diese Fragen beantworten, indem wir ChatGPT Plus mit der gleichen Art von Informationen versorgten, die wir in standardisierte Tools eingeben würden:

Dann haben wir ChatGPT Plus eine Reihe von Fragen gestellt, um den Antworten, die wir suchten, einen sehr präzisen Rahmen zu geben:

Unser Kunde ist ein IT-Beratungsunternehmen, das sich an Sie wenden möchte, um seine Dienstleistungen zu verkaufen. Hier ist eine Liste von Fragen, die uns helfen werden, Sie besser zu verstehen:

  • Warum gehen Sie jeden Tag zur Arbeit?
  • Was motiviert Sie im Beruf?
  • Was wünschen Sie sich von einem neuen IT-Partner?
  • Wie erfahren Sie online und offline von neuen IT-Partnern?
  • Beschreiben Sie Ihre Persönlichkeit bei der Arbeit.
  • Beschreiben Sie Ihre Entscheidungskriterien für einen neuen IT-Partner.
  • In welcher Rolle und wo möchten Sie in 5 Jahren arbeiten?
  • Wer ist Ihr männlicher Schwarm?
  • Was ist Ihre Lieblingssendung im Fernsehen?
  • Was ist Ihr Lieblingsfilm?
  • Was ist Ihr Lieblingsdessert?
  • Was ist Ihre bevorzugte Nachrichtenquelle?
  • Hören Sie sich Podcasts an? Wenn ja, was sind Ihre 5 Lieblings-Podcasts?

Ergebnisse und Erkenntnisse

ChatGPT Plus war in der Lage, eine detaillierte Persona, „Alex“, zu erstellen, die demographische Informationen wie das Alter seiner Kinder, den allgemeinen Medienkonsum und sogar seine bevorzugte Podcast-Plattform enthielt.

Als wir ChatGPT jedoch baten, zwischen der öffentlichen und der privaten Seite von Alex zu unterscheiden, schien das Tool an die Grenzen seiner derzeitigen Möglichkeiten zu stoßen, was zu sich immer wiederholenden und zirkulierenden Daten führte.

ChatGPT Plus ist außergewöhnlich gut im Zusammenfassen, aber diese Stärke wird im Kontext von Personas zu einer Schwäche. Das Tool verallgemeinert, wodurch die Hauptunterschiede der einzelnen Personas abgeschwächt werden und Stereotypen entstehen, was genau das ist, was Personas zu vermeiden versuchen. Aus diesem Grund werden wir B2B-Personas weiterhin mit unserem erstklassigen synchronisierten Toolkit und maßgeschneiderter Marktforschung angehen. Dieses Paket schafft unverwechselbare Personas, die den Grundstein für umfassende, datengestützte Marketingstrategien legen.

KI ist nur ein Teil des Puzzles

Generative KI eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten, tiefere Einblicke in ihre Zielgruppe zu gewinnen, aber nur, wenn wir sie als eine Informationsquelle neben anderen betrachten, wie z. B. synchronisierte Tools, individuelle Marktforschung, Social Listening und mehr. Das Risiko, sie zur einzigen Quelle zu machen, besteht darin, dass sie Unterschiede verallgemeinert und zu Stereotypen abschwächt, was die Entwicklung und Umsetzung effektiver Marketingstrategien verhindert.

Mit den weiteren Fortschritten der generativen KI wird die Entwicklung von Personas zweifellos zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Unternehmen, die im Zeitalter der datengesteuerten Entscheidungsfindung erfolgreich sein wollen. Aber menschliche Interpretation und Intuition bleiben absolut entscheidend, um die Nuancen des Kundenverhaltens zu verstehen.

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