Digital Media Strategien für die ideale Zielgruppe in 4 Schritten

Schon seit langem rechnen Markenunternehmen zusätzlich zu ihren Offlineausgaben auch Budget ein, welche die Reichweite und ebenso die Frequenz der Anzeigen und auch der Markenbekanntheit erhöhen soll. Hierzu wird in den Zielgruppen unterschieden zwischen Altersklassen, Geschlechtern und dem Einkommen. Doch oftmals zahlen sich die Marketingstrategien nicht aus. Wie können Sie das in vier einfachen Schritten ändern?

Viel hilft viel – schon lange nicht mehr

Mit der Entstehung der Programmierung fingen sehr viele Unternehmen an Technologien einzusetzen, welche dafür sorgten, so viel wie möglich Impressionen und Klicks auf eine kosteneffiziente Weise zu bekommen. Die Masse war entscheidend, solange die erreichte Zielgruppe günstig blieb. Leider führte dies zu einer Abwärtsspirale, denn nur wenige qualitativ hochwertige Leads wurden generiert.

Heutzutage sehen wir viele Markenunternehmen, welche danach streben, die digitalen Medien so einzusetzen, dass auch die richtigen Kunden für Ihr Unternehmen gewonnen werden. Mittlerweile ist bekannt, dass es nicht mehr nur um Reichweite und Frequenz der Anzeigen geht oder um extrem kosteneffiziente Lösungen. Markenunternehmen begreifen so langsam die Macht der digitalen Medien und deren Fähigkeit Zielgruppen genau anzupeilen. Marketer beschäftigen sich indes damit, diese Fähigkeiten maximal zu nutzen.

1. Die richtige Plattform wählen

Menschen benutzen verschiedene Plattformen je nach ihren Anliegen. Zum Beispiel: Wenn Ihre Recherche ergeben hat, dass die meisten Ihrer Kunden im Vergleich zu den restlichen Nutzern mehr Onlinevideos ansieht, ist es sinnvoll eine Strategie zu entwickeln, welche auf Video-Ads basiert, die auf Videoplattformen platziert sind.

Einblicke wie diese erklären auch, warum die Kundendifferenzierung oder die Entwicklung von Personas der Grundstein für erfolgreiche Kampagnen sind. Ohne Allgemeinverständnis darüber, wo und wie Ihre Zielgruppe online bevorzugt Zeit verbringt und wo diese auch empfänglich dafür sind, mit Marken zu interagieren, werden Sie Zeit, Geld und Mühe verschwenden.

To Do:

  • Vorlieben des Onlinekonsums Ihrer Kunden kennen
  • Kunden differenzieren/Personas ausarbeiten

2. Die richtige Nachricht zur richtigen Zeit senden

Um den richtigen Kundenmix zu erreichen, dürfen Sie weder die passende Zeit als auch den Inhalt Ihrer Nachricht nicht unterschätzen. Entwickeln Sie die richtige Nachricht an die richtige Zielgruppe zur richtigen Zeit? Der Schlüssel Ihres Erfolges liegt darin, dass Ihre beworbene Nachricht nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern auch auf dem passenden Kanal zur passenden Zeit ausgespielt wird.

3. Personalisiertes Marketing als Lösung

Zu welchem Zeitpunkt der Customer Journey sollte sich eine Marke ihrer Zielgruppenvorlieben bewusst sein? Während sich die digitale Zielgruppe stetig entwickelt, lässt sich sagen, dass viele Nutzer sehr gut anspringen auf personalisiertes Marketing, welches die Nutzer direkt auf deren Lebenslage, Bedürfnisse, Lifestyle und Vorlieben anspricht. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass Nutzer bereit sind, ein wenig ihrer Privatsphäre zu opfern für Angebote, die sie auch wirklich ansprechen.

Wenn Sie darauf abzielen, einen vorteilhafteren Marketing-Mix zu entwickeln, sollten Sie verstehen, wie Ihre Zielgruppe tickt und diese dann dementsprechend kontaktieren. So können Sie den idealen Kunden entwickeln. Sofern Sie Neukunden hinzugewonnen haben, ist es verständlich, dass Sie nicht zu 100% personalisierte Angebote herausschicken können. Aber der Zuschnitt Ihrer Nachricht an den Kunden über bekannte Charakteristiken, Verhaltensweisen und den Ort kann bereits hilfreich sein. Ganz besonders wichtig ist dies bei jüngeren Zielgruppen.

Individualisieren Sie Ihr Angebot/Ihre Nachricht an den Kunden auf:

  • Lebenslage
  • Bedürfnisse
  • Lifestyle
  • Vorlieben
  • Charakteristika
  • Verhaltensweisen
  • Ort
  • Alter

In einer Umfrage der AMA and Virtual Incentives ergab sich, dass 80% der Befragten eher auf personalisierte Angebote reagieren und auch zukünftig bei dieser Marke kaufen würden. Besonders wichtig erscheint dies bei den sogenannten Millennials (geboren 1980 bis 2000) und der Generation X (geboren 1960 bis 1980), wie in nachfolgender Tabelle von eMarketer erkennbar:

4. Kundendaten stetig sammeln und auswerten mit effizienten Analysetools

Während ursprüngliche Zielgruppen-Recherche, Medienstrategien und der Nachrichtenversand wesentlich für die Verbesserung des Kundenportfolios sind, ist es ebenso zwingend notwendig, die Kundendaten regelmäßig zu analysieren. Da idealerweise immer wieder neue Kunden hinzukommen, sollte eine Business Intelligence (BI), welche neue Kundendaten auswertet, zum Gleichgewicht gehören.

Oftmals haben Unternehmen nicht die Infrastruktur zur Verfügung, um entsprechende Daten auch kanalübergreifend zu sammeln und diese auch lebenslänglich zu verfolgen. Sie sollten daher in ein effektives Analysesystem investieren, um diese Daten sowohl zu sammeln, als auch auszuwerten. Sobald neue Daten reinkommen, können BI-Teams erkennen, wie profitabel entsprechende Kunden sind und welcher Kanal die besten Kunden einfängt. Von diesem Punkt aus gesehen, ist es einfacher zu erkennen, wieviel in welchem Kanal zur Kundenakquise ausgegeben werden sollte.

To Do:

  • Analysetool zur Auswertung von Kundendaten einsetzen
  • BI zur Erfassung von neuen Kunden und neuen Daten einsetzen

Fazit: Recherche, Analyse und Testings zahlen sich aus

Für eine erfolgreiche Digital Media Strategie und die Annäherung an ein großes Kundenrepertoire sind viele Punkte zu berücksichtigen. Die schwerste Hürde ist die Persona-Recherche und das Einsetzen von Analyse Tools bzw. einer BI-Infrastruktur. Kommunikations- und Nachrichten-Strategien sollten ebenso nicht auf die leichte Schulter genommen werden, aber mit verschiedenen Testings können immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die Mediaplanung und das Targeting sind hierbei die einfachsten Aufgaben. Doch bei den vielen Schritten, die für eine gute Marketingstrategie notwendig sind, zahlt sich die harte Arbeit mit einer festen Kundenbindung definitiv aus.

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